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EPLORE NORWAY IV

27.06.2008 Bergen til Haugesund/Karmøy

 

Die Nacht war absolut kein Problem, wenn ich einmal eingeschlafen bin, bin ich tot. Ein Stein ist dann aktiver als ich und reagiert schneller. Marita hat sich ja immer aufgeregt, wenn ich den Hund nachts nicht gehört habe oder sie von einem vorbeifahrenden Auto wach geworden ist, aber um mich herum hätte man das Haus abbrennen können, ich wäre nicht aufgewacht. Um so erstaunlicher ist es doch immer wieder, dass ich mein Handy höre, wenn es als Wecker klingelt, ob wohl das recht leise ist. Und davon werde ich so wach, dass ich danach auch direkt aufstehen kann, wenn es sein muss. Seltsam. Dafür war aber das Frühstück eine totale Enttäuschung. Für 60 NOK extra darf man wohl etwas mehr erwarten, oder? Das hätte ich auch zu Hause so haben können, das war jetzt wirklich nichts besonderes. Dafür habe ich mich währenddessen nett mit einem älteren Ehepaar aus Australien unterhalten. Auch gut.

 

Nach dem Auschecken bin ich zum Bahnhof gelaufen und habe erfolgreich meinen Ekspressbuss nach Haugesund gefunden. Also dreieinhalb Stunden im Bus sitzen, bin ich ja gewöhnt, nur einmal von 40 Minuten Fähre unterbrochen. Das Wetter ist klasse, es wird wärmer, je weiter ich nach Süden komme. Ok, Haugesund an der Westküste Norwegens ist jetzt noch nicht so wahnsinnig südlich, aber immerhin gibt es da, wie auch schon in Trondheim, keine Mitternachtssonne mehr.

 

In Haugesund hat Hilde mich abgeholt, der man jetzt ansieht, dass sie tatsächlich schwanger ist (i September kommt das Kind, sie wissen noch nicht, was es wird). Während der Autofahrt nach Karmøy, wo sie zusammen mit Jens Rune (sprich Jens Rüne)in einem netten Häuschen wohnt, hat sie mir ein wenig die Gegend erklärt, es sieht echt nett aus. Zu Hause hat sie dann noch schnell Teig für Pizzaboden gemacht (nach dem Desaster mit den Bollern traue ich mich nicht mehr an Hefeteig heran...) bevor sie mich in der „Stadt“ angesetzt hat und selbst arbeiten gegangen ist.

 

Ich bin ein bisschen durch herrlichen Sonnenschein gelaufen, habe Läden angeschaut und es mir gut gehen lassen. Der Heimweg (immer der Hauptstrasse nach und am Stromleitungsturm rechts in die Einfahrt) war echt entspannt und nicht so sonderlich lang. Ich werde langsam doch braun!

 

Zu Hause angekommen, war Jens Rune (die Leute mit doppeltem Vornamen müssen anscheinend ihr ganzes Leben damit leben, die können nicht einfach einen wegschmuggeln oder so) von der Arbeit zu Hause und hat seinen Cousin dabei beaufsichtigt, wie der das Haus an der einen Seite streicht. Hildes Freund/Partner/whatever ist echt nett und ganz anders, als ich ihn mir nach den Fotos vorgestellt habe. Später sind wir dann mit Ossi, dem Hund, der aussieht wie eine Wurst mit Kopf und Beinen, weil er so lang ist, aber halt klein wie ein Dackel mit dem Fell eines Beagels (ich kann das nicht besser beschreiben, in Wirklichkeit sieht er ganz anders aus, als ich nach meiner eigenen Beschreibung vermuten würde) losgezogen und Jens Rune hat mir dabei die Gegend gezeigt. Ganz anders als auf den Lofoten, auch wenn es ebenfalls eine Insel ist. Viel mehr Wald und Bäume und nicht so viele Berge und nackter Stein. Ich habe sogar ein ausgesetztes Kaninchen gesehen. Also früher im Jahr ausgesetzt, damit man sie später jagen gehen kann. Ossi war danach kaum zu beruhigen, bei einem Jagdhund ist das ja auch verständlich.

 

Abends habe ich dann mit dem vorbereiteten Teig Pizza gemacht und nachdem Hilde von der Spätschicht zu Huase war, haben wir mit zwei Freunden von ihnen Pizza gegessen. Im Moment können sie leider kein Fernsehen schauen, weil Jens Rune die Satellitenschüssel abmontiert hat, als er angefangen hat, das Haus um zu bauen bzw. eine Terrasse an zu bauen und so was. Deshalb haben wir MONOPOLY gespielt, das auf Norwegisch MONOPOL heißt. Die Straßennamen sind auch alle echte Straßen in Oslo, aber die Geldscheine sind die gleichen. Und ein paar Ereignis- und Chancekarten sind unterschiedlich habe ich festgestellt. Ich liebe dieses Spiel! Ich hatte recht schnell eine Gruppe Straßen komplett und habe da Hotels hingebaut. Das war dann später der Untergang der anderen. Die hatten zwar mehr Straßen als ich, mussten die aber ständig verpfänden, damit sie nicht raus fliegen... hihi... Um viertel vor zwei ist dann das Pärchen nach Hause aufgebrochen und wir sind auch schlafen gegangen. Aber es war echt lustig.

 

Hier in der Region Haugesund sprechen sie auch ganz anders, als auf den Lofoten mit ihrem Nordlandsinseldialekt. Hilde hat ein wenig den hiesigen Dialekt angenommen, was Lou und mir aufgefallen ist, als sie über Ostern in Reinhaugveien war, aber hier hört sie sich viel mehr nach Lofoten an, weil die anderen halt ganz anders sprechen. Ich kann es nicht besser beschreiben aber es klingt ein bisschen wie der holländische Akzent der beiden Ökofarmer aus Saupstad. Aber auch wieder nicht. Anders halt.

 

4.7.08 10:41
 


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