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EXPLORE NORWAY I

24.06.2008 Reinmo Gård til Trondheim


Es ist soweit, ich verlasse nach fast einem halben Jahr meine Farm und meine Insel! Es geht auf große Fahrt.


Ich musste morgens nicht mehr melken und konnte so bis sieben Uhr schlafen. Duschen gehen und dann wollte ich noch einen Abschiedskuchen backen, aber ohne Eier geht das nicht, also lassen wir die Idee einfach unter dem Tisch verschwinden. Ich habe dann meinen Koffer gepackt und alles fertig verpackt sowie mein Zimmer geputzt, damit Lou am Wochenende, wenn Ole sein Zimmer mal weieder haben will, dahin umziehen kann. Außerdem habe ich ihr die übrig gebliebenen Schokoladentafeln da gelassen (ja, sowas gibt es auch...), ein paar von den Dekosachen, die die Mama mir geschickt hat und ein Nora Roberts Buch (Vielen Dank Hilde!). Ich hoffe, sie freut sich. Für Hendry habe ich meine Tasse da gelassen, der mag große Tassen nämlich viel lieber als normale Kaffeetassen, was Marita nie verstehen kann, aber die hat ja auch kleine Finger. Kurz vor der Abfahrt noch zwei Brote schmieren und mit braunem Käse belegen (eigentlich Hendrys Outdoorverpflegung) und dann geht’s los Richtung Flughafen.


Dort angekommen werde ich mein Gepäck los, das auf wundersame Weise nur zwei Kilo zu schwer ist, was niemanden stört, und wir sitzen da und warten, bis der Check-In beginnt. Die Nervosität kribbelt in meinen Beinen und still sitzen ist ganz schlecht. Nach kurzer Zeit wurde Hendry die Warterei auch zu viel, also Verabschiedung. Weil Lou beim Aufstehen ihre Kamera auf dem Boden zertrümmert hat und sie mit Hendry dann über der Kamera hing, um sie zu reparieren, habe ich nur ein paar Tränen beim Lachen vergossen, ansonsten ging das Ganze unfallfrei über die Bühne. Einfach nicht länger darüber nachdenken. Sogar Marita und ich haben eine Umarmung überlebt, obwohl wir sonst beide nicht der Typ dafür sind. Hendry hat mich auch direkt für nächstes Jahr im Sommer eingeladen, wiederzukommen, genau wie meine Eltern, was ich hiermit weiter gebe. Dann habe ich die Chance die Lofoten mal wirklich im Sommer zu erleben, mit den ganzen reifen Beeren (Multe, Træne, Blå und was es da nicht sonst noch so alles gibt) und den Parties und anderen Veranstaltungen an den Wochenenden. Im Moment ist es hier nämlich kalt und regnerisch und sehr ungemütlich. Hoffentlich wird es in Trondheim besser, aber der Wetterbericht verspricht nicht viel.


In Bodø habe ich im Flughafen Eis gegessen und herum gegammelt. In der kleinen Maschine von Leknes aus war es schon ein komisches Gefühl, die Lofoten und meine Farm und die Leute und die Ziegen und alles nach so langer Zeit zu verlassen, ohne zu wissen, wann man wiederkommt und ob man überhaupt wiederkommt.


In Trondheim angekommen, erstmal Gepäck wieder einsammeln, dann den richtigen Bus zum Zentrum erwischen, der Flughafen Værres liegt nämliich ein wenig außerhalb und man braucht eine halbe Stunde mit dem Bus. Bei der Sentralstasjon angekommen habe ich nach Hendrys Anweisung ein Taxi zum Vadrerhjem Rosenborg genommen, was auch ganz gut war, sonst hätte ich mich nämlich hoffnungslos verlaufen. Außerdem geht es gut den Berg hoch, was mit dem schweren Koffer trotz Rollen nicht so der Hit gewesen wäre. Ich habe ein Bett in einem 6-Bett-Zimmer, im Moment noch alleine, aber vielleicht kommt ja noch jemand.


Zu Fuß bin ich wieder in die City gelaufen und ein wenig darin herum gestreunt. Dabei habe ich durch Zufall die Kirmes auf dem Torget, eine Art Marktplatz und zentraler Treffpunkt gefunden. Das Ganze nennt sich St. Hans Martnan und hat irgendwas mit Mitsommer zu tun. Dort gibt es alle möglichen Stände bei denen man Kleinkram kaufen kann, das übliche Kirmeszeugs halt. Leider hat es immer wieder angefangen, zu regnen und ich habe ja natürlich keinen Schirm dabei, es war ja schließlich Winter, als ich hergekommen bin... sodass ich nach einer Weile wieder zurück den Berg hoch zur Jugendherberge gelaufen bin. Im Fernsehraum habe ich es mir dann mit meinem Laptop bequem gemacht und ganz viele der total verspäteten Blogeinträge nachgeholt. Eigentlich wolte ich gegen neun dann auf mein Zimmer, noch ein wenig lesen und dann schlafen, weil ich total müde vom Nichtstun war.


Eigentlich. Die Betonung liegt auf eigentlich. Ich habe nämlich in der Zwischenzeit eine ganz nette Zimmernachbarin (ist das das richtige Wort?) bekommen. Marlies aus Holland. Mit der habe ich dann noch lange gequatscht, aus Englisch versteht sich, sie spricht nämlich kein Deutsch und ich absolut kein Holländisch. Etwas später kam dann noch eine weitere Deutsche in unser Zimmer, 68, hat mir direkt ihre halbe Lebensgeschichte erzählt und wollte partout nicht glauben, dass Marlies kein Deutsch spricht, wo sie doch aus Holland kommt. Sie hat auch weiter geredet, wenn ich aus dem Zimmer raus war um ihr zu entkommen, da hat sie sich überhaupt nicht darum gekümmert... Morgen werde ich wahrscheinlich zusammen mit Marlies durch Trondheim laufen, sie bleibt nämlich auch zwei Nächte. Es wird also sehr lustig werden.


Jetzt ist es halb zwölf und ich mache endlich das Licht aus.

28.6.08 08:24
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


hilde (29.6.08 10:55)
Na du Nachteule, solltest jetzt vielleicht doch mal bei Heiner Untericht nehmen....lach
Viel Spaß beim Bummeln, freu mich riesig auf dich

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