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28./29.05.2008 Shopping trip

Mit dem Jauchetank und der Pumpe hat Hendry aus dem See Richtung Hellosan Wasser geholt. Fünfmal 4000 l, die jetzt noch eine Weile gemixt werden (Pumpe wieder zurück am animal house). Der Wasserhahn läuft weiter, was mich beim Melken noch wahnsinnig macht. Ich muss davon zwar nicht aufs Klo, aber dieses Geräusch an sich ist so ätzend...


Joa, zusammen mit Marita und Annemarie habe ich nach dem Melken abends in Hellosan Tische gestellt, für die Konfirmation am Sonntag. Also mit 45 Personen und zwei kleinen Zwergen im Hochstuhl ist der Raum definitiv an seinen Grenzen angekommen, mehr passt nicht, wenn man auch noch dazwischen laufen muss/soll.



Mit Marita war ich in Svolvær einkaufen, im Amfi, dem örtlichen Einkaufscenter. Ich habe jetzt endlich wieder Turnschuhe, es wird ja jetzt langsam schön war. Sie sind schön schlicht, schwarz und leicht. Die Verkäuferin war sehr nett, musste ich aber dank meiner großen Füße in die Herrenabteilung auf der anderen Seite des Ganges schicken. Aber warum auch nicht. Dann habe ich noch eine schöne Jacke gefunden, der Mantel ist nicht sommergeeignet...


Und dann hat Marita mich noch losgeschickt, Schuhe für besagte Konfirmation zu kaufen, die ich zu meinem Rock anziehen kann. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Schuhe kaufen hasse? Ich habe in diesem blöden Schuhladen jedes verdammte Paar Schuhe anprobiert, die irgendwie so aussahen, als ob sie schlicht und dunkel und mit ein bisschen Absatz wären. Ich hasse es! Letztendlich habe ich dann auch ein Paar gefunden, aber es war echt nicht schön. Es macht viel mehr Spaß, wenn man hing eht, kurz guckt, zwei Paar anprobiert, sich wegen der besseren Passform für das eine enscheidet, bezahlt und nach maximal zwanzig Minuten (mit Anstehen an der Kasse) wieder aus dem Laden heraus ist. Okay, andere Frauen lieben es, Schuhe kaufen zu gehen, aber die haben dann bestimmt auch so Kindergrößen wie 38 oder 39. Dann könnte ich das auch, aber nicht mit 42. In Worten Zweiundvierzig. Und Marita hat dann später zu Hause total verwundert festgestellt, dass meine Füße tatsächlich so groß sind, dass sie in die Schuhe passen. Sie hätte ja schon große Füße (39), manchmal müsste sie sogar Schuhgröße 40 kaufen. Da lach ich ja nur drüber!


Hendry hat währenddessen brav zu Hause einen Teil der Jauche durch die Gegend gefahren und auf den Feldern verteilt, das Wasser läuft immer noch.

17.6.08 22:14


30./31.05.2008 Gratuler med dagen

Hendry hat jetzt endlich den großen Jauchetank von Steffen abgeholt und wird den verwenden, bis das Basement leer ist. Da passen immerhin 8000 l rein, aber im Basement sind auch ewig viele m³ Zeug drin. Die Türen stehen immer noch offen, die Ziegen finden den Zaun um das Loch herum immer noch interessant und das Wasser läuft auch noch. Also keine Veränderungen.


Als ich abends bei den Kleinen füttern wollte, der SuperGAU! Die Wand zwischen den Böcken ist gefallen (wenn man lange genug dagegen tritt und springt, hält das die beste Befestigung nicht aus....) und die Jungen sind bei den Alten raus, weil das die Öffnung zum Fressen größer ist, da müssen ja noch Hörner mit raus. Also drei von vier Jungen draußen, merkwürdigerweise auch ein Zicklein, keine Ahnung, wo das heraus gekommen ist, kommt schon mal vor. Ich war so gestresst und in Panik davon, dass ich erstmal versucht habe, ganz normal zu füttern, also Lämmer und soweit nicht durch herum laufende Tiere gestört, den anderen Gras gegeben und so. Danach hatte ich mich wieder soweit beruhigt, sodass ich mich wieder meinen vierbeinigen Problemen zuwenden konnte.


Also Zicklein wieder zurück, Böcke Richtung eigene Box treiben, Tür zwischen mir und den Böcken öffnen und nach mehreren Versuchen alle bis auf einen weißen drin haben. Gleichzeitig hoffen, dass die anderen nicht wieder raus klettern, die Möglichkeit gibt es ja immer noch. Den Weißen entnervt mit der Schubkarre an einem Ende des Ganges einsperren und darauf spekulieren, dass das Gras in der Schubkarre lange genug hält, bis Hendry ihn wieder zurück in die eigene Box katapultieren kann.


Jetzt zu der Wand. Nach mehreren immer verzweifelteren Versuchen gelang es mir irgendwie, die Platte wieder einigermaßen festzunageln. Versucht das mal zu Hause, wenn ihr ständig von kleinen und großen Ziegenböcken angeschnaubt und gestupst und geschubst werdet. Ich hatte richtig Angst, dass die mit ihren Hörnern auf mich los gehen könnten. Achja und bevor ich auf die Wand losgegangen bin, saß ich bestimmt eine Viertelstunde auf einem der Zäune und habe auf Hendry gewartet und versucht habe, mich wieder ein wenig zu beruhigen.


Als ich dann später gegen zehn Hendry endlich gefunden hatte und er mitgekommen ist, hat er über meine Panik gelacht und gesagt, meine Wand hätte eh nicht bis morgen gehalten... Tolle Motivation, echt!



So, abgesehen davon, dass ich leider Heiners Geburtstag völlig vergessen und verdrängt habe (kannst du mir nochmal verzeihen? *lieb guck*) ist Fritz heute Opa geworden. Seine Tochter ist jetzt Mutter einer echt süßen Tochter. Zur Feier des Tages gab es nach dem Melken besagten Champagner, der dann aber doch nur australische Chardonnay war, aber sehr lecker. Und Tiefkühlpizza.


Die Oma Leni wäre heute stolz auf mich gewesen. Wir haben die Sachen für die Konfirmation vorbereitet. Obstsalat im 10 l Eimer, ich denke, das wird zu viel sein, aber wir werden sehen. Dafür muss man total viel Obst schneiden... Und zusammen mit Ellinor, einer Freundin von Marita, die auch am Sonntag hilft, habe ich auf der Terrasse gesessen und Kartoffeln und Möhren und Kohlrabi geschält. 120 Kartoffeln, davon 50 kleine und 70 Große. Den Schmutz werde ich tagelang nicht von den Händen bekommen... Aber ich habe ganz brav geschält.


Ansonsten habe ich wieder angefangen, ein wenig zu sticken, aber ich glaube nicht, dass es allzu lange andauern wird. Und in Hellosan habe ich mit Fritz Stühle gestellt, jetzt ist es wirklich voll da, ich will mir gar nicht vorstellen, wie voll es da mit Leuten wird.

17.6.08 23:15


01./02.06.2008 Konfirmajion II

Also, heute war also die zweite Konfirmation in Hellosan. Anwesend waren 41 Erwachsene (keine gutaussehenden jungen Männer), fünf Kinder, davon zwei Zwerge sowie Marita, Annemarie, Ellinor und ich. Die neuen Schuhe waren kein Problem, sie waren sehr bequem und haben super zu dem Rock und der neuen Jacke gepasst.


Jetzt zum Essen. Erstmal vorneweg, diesmal habe ich die Suppe nicht verschüttet. Es gab Skogsoppsuppe (Waldpilzsuppe), eine Tütensuppe, die aber mit Sahne und echten Pilzen verfeinert wurde. Bin ich glutamatsüchtig, wenn ich sie toll fand? Danach gab es stekt sei (gebratener Fisch, fragt nicht, welcher), mir Kartoffeln, Möhrensalat und grünem Salat. Der Fisch war genial lecker. So möchte ich auch kochen können. Als Nachtisch gab es dann den Obstsalat zusammen mit Eis. Und nachher war fast nichts mehr davon übrig. So viel zum Thema, das ist viel zu viel...


Für Chaos haben folgende Dinge gesorgt: Die Gastgeber (also die Konfirmantenfamilie) hat den Tisch eingedeckt und dabei aber die Löffel vergessen. Horror! Also mussten wir Löffel verteilen und haben dann festgestellt, dass wir nicht genug haben. Aber irgendwie konnten dann doch noch alle Suppe essen. Und beim Hauptgang gings dann weiter. Eigentlich hatten wir ausgemacht, dass Annemarie und Ellinor von der Konfirmantin ausgehend anfangen zu servieren und ich an einem Punkt in der Mitte einsteige. Aber als alles auf den Tischen war und wir mit dem Fisch kommen sollten, haben die zwei irgendwie nicht geschaltet. Also habe ich mir eine Fischplatte geschnappt und habe (schön brav bei der Konfirmantin angefangen) den Fisch verteilt. Marita hat anschließend voll das Theater gemacht, ich hätte nicht anfangen sollen oder nicht da oder wie auch immer, Annemarie und Ellinor wären dadurch total confused gewesen. Hallo? Noch nie was von chorerprobtem Krisenmanagement gehört? Der Betrieb muss doch weiterlaufen. Wenn ich jetzt irgendwo angefangen hätte, könnte ich das ja noch verstehen, aber ich habe einfach nur Annemaries Route übernommen. Echt ey. Das hält sie mir übrigens auch fast einen Monat später noch vor...



Abends nach dem Melken sind wir alle vier (also mit Fritz) nach Svolvær gefahren, um den neuen Traktor abzuholen. Der Traktor hat auch schön auf uns am Hurtigrutenkai gewartet, er kam nämlich mit dem Schiff. Allerdings war die Batterie leer und er ließ sich auch nicht mit dem Auto per Starthilfekabel starten. Nachdem wir ungefähr eine oder vielleicht sogar mehr Stunde dort herumprobiert haben, auch mit der freundlichen Hilfe des örtlichen Felleskjøpet-Mannes, haben wir also die Batterie mitgenommen und sind nach Hause gefahren. Da es dann schon halb zwölf war, habe ich auch noch die Mitternachtssonne gesehen. Ist eigentlich gar nicht so spektakulär, wie das Polarlicht, aber es ist ein wenig seltsam, wenn man dann auf die Uhr guckt und eigentlich weiß, es ist mitten in der Nacht.

20.6.08 16:40


So liebe leute,

ich schreibe fleissig Beitræge, muss ja einiges nachholen, dafuer ist jetzt aber das wlan kaputt sodass ich sie nicht bloggen kann.

Deshalb nur eine schnelle Nachricht, mich gibt es noch. Morgen um 14:00 fliege ich los nach Trondheim, dann bin ich eine Woche nicht zu erreichen. Danach kommen dann aber die Blogeintræge, ich will euch ja nichts vorenthalten.

Noch ein paar schnelle Infos, Wer noch irgendwas (Kleines) aus Norwegen haben will, sollte sich bis zum 27.06. per SMS bei mir melden, dann kann ich das vielleicht noch in Oslo besorgen. Aber wirklich nur was Kleines, mein Koffer ist eh schon viel zu voll...

Das Cluebchen merkt sich bitte vor, dass ich am Mittwoch den 02.07. dabei bin, sagt nur Bescheid, wo. Ansonsten moechte ich einen Cluebchensausflug anmelden, entweder zu mir nach Hause oder irgendwo hin, wo man Bilder an die Wand werfen kann zum Anschauen. Fuer die Verpflegung sorge ich, nur den Termin muesst ihr finden. Am besten fænde ich den 05.07. Aber dasn kønnen wir noch klæren.

Machts gut

23.6.08 08:59


03./04.06.2008 Big machine

Hendry und Marita haben heute den Traktor mit aufgeladener Batterie abgeholt. Das ist schon ein cooles Teil. Für die Interessierten unter euch, es ist ein John Deere


Vorne hat er eine große Gabel, an die die verschiedensten Dinge angebracht werden können. Vom Werk aus hat er eine Schaufel dran, aber auch Spitzen oder eine Klammer für Heuballen sind möglich und alles mögliche andere.


Hinten ist der Platz zwischen den wirklich riesigen Reifen mit allerhand Anschlussmöglichkeiten versehen, sodass man den Jauchewagen drankoppeln kann oder einen Anhänger oder was auch immer.


Innendrin ist er sehr komfortabel. Auf den ersten Blick auch größer als der andere, aber das kann täuschen. Er ist außerdem sehr working guestfreundlich. Es gibt nämlich einen aufklappbaren Sitz neben dem Fahrer. Joa, mehr kann ich noch nicht sagen, durfte noch nicht mitfahren.


Am Donnerstag kommt übrigens die Lou wieder, ich freu mich schon sehr. Dann habe ich wieder jemanden zum Lästern...



Hendry musste heute zum wiederholten Mal zum Zahnarzt, aber bald hat er es hinter sich. Ich bin derweil in Kabelvåg herum gelaufen. Ich habe einen Strick- und Designladen gefunden, aber der hatte noch genau einen Tag geschloßen. Die Frau, die davor saß und gestrickt hat (deshalb bin ich überhaupt auf den Laden aufmerksam geworden), hat gesagt, sie könnte ihn öffnen, wenn ich wollte, aber irgendwie war sie ein wenig merkwürdig. Ok, ich gebs zu, ich habe mich einfach nicht getraut, auch wenn ich weiß, dass böse Menschen nicht stricken (mir fällt der Spruch gerade nicht ein, Mama hilf mir mal...).


Abends waren wir bei Trine, die ist nämlich heute 24 geworden. Es wurde lecker gegrillt, aber für den Kuchen und den Erdbeerquark (oder so was Ähnliches) sind wir dann doch rein gegangen, weil es ein wenig frisch war. Mit dabei waren noch Anders Eltern, die auch eine Ziegenfarm haben sowie sein Bruder (?) und seine Schwester. Und halt wir vier.

26.6.08 09:54


05./06.06.2008 Back in town

Lou ist wieder da! Während ich morgens schon gemolken habe, hat Marita sie in Leknes am Flughafen abgeholt und die Verrückte wollte dann auch direkt melken gehen... Den restlichen Tag über hatsie sich benommen, wie total betrunken. Aber vermutlich ist das immer so, wenn man mehr als 30 Stunden wach ist. In Bodø hat sie nämlich am Flughafen eine andere Deutsche getroffen, die auch die Nacht über warten musste. Nicht auf ein Flugzeug, sondern auf eine Fähre, aber egal. Jedenfalls sind die beiden dann durch das nächtliche Bodø gewandert und haben die Zeit tot geschlagen. Und schlafen wollte sie dann nicht, obwohl Marita sie fast dazu gezwungen hätte. Aber so war es auch sehr lustig.



Heute haben wir, passend zum baldigen Wochenende, super geiles Wetter. Deshalb haben wir dann auch spontan mit den neuen Terrassenmöbeln draußen gefrühstückt. Das ist genial. Abends vor dem Melken haben wir dann zusammen mit Fritz, der bei Annemarie den Grill abgeholt hat, gegrillt. Sehr chillig. Da der Grill jetzt getestet und für gut befunden wurde, wird er ihn Annemarie abkaufen und dann in seinem Cottage aufstellen. Dann kann er von der Terrasse dort im See angeln und die Fische direkt grillen. Wenn das kein Luxus ist...

26.6.08 09:55


07.06.2008 Partytime

Nein, diesmal ist es keine Ziegen- sondern eine Menschenparty, aber ich muss früher anfangen.


Tagsüber haben Lou und ich den Rasen gemäht. Lou mit einem kleinen Rasentraktor (echt schildkrötenmäßig langsam...) vor dem Haus die großen Flächen und ich hinter dem Haus mit einem normalen Rasenmäher, der mit Benzin betrieben wird. Hinter dem Haus steigt das Gelänge nämlich recht schnell an und da sind ständig Steine und Blumen und so, da braucht es etwas mehr Feinarbeit. Dabei habe ich dann festgestellt, dass ich niemals mehr als eine handtuchgroße Wiese meinen Garten nennen möchte, jedenfalls was man mähen müsste.


Nachmittags kam dann Manuela angeradelt, die Lou am Flughafen kennengelernt hatte und die Urlaub mit dem Fahrrad in Norwegen macht. Marita hat sie kurzerhand dazu eingeladen, hier zu übernachten und mit uns zu essen. Also haben wir dann zu sechst gegrillt. Sehr lustig. Anschließend war sie mit Lou melken und hat sich genauso angestellt, wie wir am Anfang. Viel zartfühlender und nicht so brutal und durchgreifend, wie wir es jetzt tun. Es könnte den armen Ziegen ja weh tun. Tut es vielleicht auch ein bisschen, aber sonst kommt man hier nicht weiter.


Danach, als wir wieder kamen, waren Hendry und Fritz schon dabei, vorzuglühen. Das hat hier einen anderen Namen, den ich aber wieder vergessen habe. Ich dachte bisher immer, das macht man nur bis höchstens 25, 30 Jahre, danach sollte man vernünftig genug sein... *hust* Jedenfalls waren wie beiden schon recht angetrunken, als wir um elf oder so dann endlich hier weggekommen sind. Aber bevor ihr euch jetzt fragt, warum wir erst so spät losgefahren sind, vorher wäre eh noch nichts losgewesen. Hendry hat für diese Art von Party den Begriff „Prostataclub“ geprägt. Das passte wie die Faust auf Auge... Der Altersdurchschnitt lag bei ungefähr sechzig, die jüngsten dürften so 45, 50 gewesen sein, nach oben offen. Dafür wurde aber recht viel getanzt. Und nicht nur so langsame „wir bewegen uns nicht, weil sonst alle Gelenke knacken“-Sachen. Lou und ich haben also den Schnitt gut gesenkt. Ok, später hat Hendry noch ne betrunkene Schwedin in unserem Alter an unseren Tisch angeschleppt (nicht abgeschleppt, das kommt noch), aber so wirklich der Brüller war die nicht. Am Ende haben wir einen Jungen in unserem Alter gefunden, waren aber nicht schnell genug, ihn abzufangen, der hat vermutlich nur seine völlig weggetretene Verwandtschaft abgeholt.


Jedenfalls hatten wir dann doch verdammt viel Spaß. Ursprünglich wollte Lou fahren und deshalb nichts trinken, gegen die nervtötende Übermacht unserer Tischnachbarinnen kam sie aber nicht an. Dann hatte ich mich überreden lassen, weiterhin nichts zu trinken, damit wir die Kerle nach Hause bringen konnten, aber solche Verbote sind sehr verführerisch. Wir wollten nach Hause laufen, wurde aber von einer seltsamerweise völlig nüchternen Nachbarin mitgenommen. Also nur am nächsten Tag das Auto abholen. Auch gut. Das Ambiente muss ich auch unbedingt erzählen. Es war ja taghell (Mitternachtssonne sei Dank), und der Raum war mit Tischen und Stühlen, sowie einer Bühne für die in den Siebziger Jahren man berühmte Band (hier in der Gegend). Und an diesen Tischen saßen die Leute dann vor ihren Kaffeetassen oder Cola oder so, oder halt Bier, aber nichts Starkes und unterhielten sich. Nach verstohlenen Blickn zur Seite, ob auch niemand gierig guckt, wurde dann immer die Flasche Hochprozentiges aus der Handtasche unter dem Tisch gezogen, in den Kaffee bzw. die Tasse gekippt und dann die Flasche wieder genauso unauffällig unter dem Tisch versteckt. Es könnte ja jemand anders auch was haben wollen. Je weiter der Abend fortschritt, desto weniger wurde das noch durchgehalten... Es war echt herrlich. Und die Leute waren sooo betrunken, das habt ihr noch nicht erlebt, aber alle, Frauen wie Männer, ich könnte nicht sagen, wen es schlimmer erwischt hat.


Achja, Hendry haben wir irgendwann mit einer „Dame“ auf dem Schoß im Flur gefunden und haben dann ganz schnell so getan als ob wir nichts gesehen hätten. Fritz hätte gegen zwei, als die Party wohl offiziell zu Ende war, eine andere fast soweit gehabt , dass sie mit ihm mitgekommen wäre. Aber nur fast. Bis sich die Leute dann alle gegenseitig verabschiedet hatten, dauerte es noch eine Weile, sodass wir erst gegen viertel vor drei wieder zu Hause waren. Und Marita durch zu lautes Türschließen offensichtlich geweckt haben...

26.6.08 09:55


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