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Zwischenbericht

Eigentlich sollte hier der erste Beitrag aus Norwegen hin, aber ich habe noch keinen Anschluss fur meinen USB-Stick gefunden, und noch kein WLAN, falls das geht, deshalb hier nur ganz kurz, ich bin gut angekommen. Die Rechtschreibfehler muesst ihr entschuldigen, die Tastatur ist etwas anders, es gibt kein ue, oe und sowas.

Demnæchst bekommt ihr aber mehr zu lesen, ich schreibe fleissig. Bis dahin: Viele Gruesse aus Norwegen, wo es gar nicht soo kalt ist.

3.1.08 12:18


Weihnachten

Ich freue mich wie Weihnachten und Schnitzel zusammen! Ich habe ein Netzwerkkabel. Zwar geht wireless noch nicht, aber ich kann von meinem Laptop aus ins Internet. Jaaaaaaaaa!

Deswegen werde ich euch jetzt erstmal mit den Sachen bombardieren, die ich schon geschreiben habe, nicht wundern. Die englischen Titel kann ich nicht abstellen, das ist Absicht, und es ist gewollt, dass die Texte etwa die Länge einer Computerseite haben. Kommentiert fleißig und habt euren Spaß damit.

6.1.08 12:12


I´m leaving on a jet plane...

Keine Angst Leute, ich bin gut angekommen. Zumindest schon mal in Oslo am Flughafen.

Allerdings herrschte zu Hause das totale Chaos, als ich gestern Nachmittag angefangen habe zu packen. Auf dem Bett stapelten sich die Dinge, die unbedingt in den Koffer sollten. Aber dafür hätte ich wahrscheinlich zwei oder mehr Koffer benötigt. Also doch nur das allerwichtigste einpacken. Nach mehreren Versuchen ging der Koffer auch zu und fügte sich seinem Schicksal. Das tat die Waage nicht. Es waren tatsächlich 4 Kilo zu viel drin. Koffer auf, nicht ganz so wichtige Teile wieder raus, Koffer zu und wieder wiegen. Jetzt passt es (20,5 kg) und es gibt einen Stapel, der darauf wartet per Post nach Norwegen zu kommen.

Heute morgen ging es eigentlich recht stressfrei zu, nachdem der Papa endlich das Haus verlassen hatte und ich in Ruhe wuseln konnte. Als ich mich fertig gemacht habe, rief Hilde an, der Postbote klingelte und ich musste noch die Schnürsenkel in meine Schuhe fädeln. Und das alles, wenn man in zehn Minuten gehen will... Hektik, Stress und Schaos!

Auf dem Weg zum Flughafen gab es auch einige kleinere Schwierigkeiten, aber wir waren sowieso sehr früh dran, also doch nicht so schwierig. Sämtliche ICE´s hatten massive Verspätungen, weil sie auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken nur 200 km fahren konnten, vermutlich wegen dem Frost.

Ich möchte niemals mit kleinen Kindern verreisen, wenn man fliegen muss. Im Flughafen auf die eigene Mutter aufpassen zu müssen ist schon anstrengend genug. Ich hoffe, du bist gut nach Hause gekommen, Mama. =)

Jetzt sitze ich hier im Osloer Flughafen und schaue die Leute an. Fast so schön wie daheim, nur dass man sie nicht versteht. Gleich beginnt das Boarding und ich muss aufhören. Takk!

6.1.08 12:14


I´m leaving on a jetplane... II

--- time shift ---

Ein paar Stunden später sitze ich in Bodø, gleiche Situation, nur bequemere Sitzmöglichkeiten und tot. Der Flughafen ist nicht ganz ausgestorben, aber fast. Wenn ein Flugzeug ankommt, ist kurz was los, danach wieder nix. Wahrscheinlich ist das hier deswegen auch ein “silent airport”. Ohne Lautsprecheransagen. Damit die Leute, die hier warum auch immer längere Zeit warten müssen, nicht beim Schlafen gestört werden oder wie?


Immerhin ist das Wetter schön. Als ich in Oslo gelandet bin, war es hell und klar, es lag nur ein bisschen Schnee. Beim Abflug hatte es Schneegestöber, aber nur ganz leicht. Deshalb ist das Flugzeug auch um dem halben Flughafen gefahren, um mit Enteiser besprüht zu werden, zumindest die Tragflächen. Vielleicht machen die das hier in Bodø auch. Mal sehen.


Im Moment schneit es nicht, es ist nur seit dem Start in Oslo komplett dunkel. Klar, es gibt Lampen, aber von oben betrachtet auch nicht allzu viele. So eine Dunkelheit gibt es bestimmt noch nicht mal auf dem Land in Deutschland. Deswegen habe ich seit ungefähr fünf Uhr das Gefühl, es wäre zehn Uhr abends oder so und während dem Flug kommt die Müdigkeit immer wieder hoch. *gähn*

6.1.08 12:15


I´m leaving on a jetplane... III

---time shift---


Jetzt ist es zehn vor eins nachts, ich bin angekommen. Meine Gasteltern Hendry und Marita haben mich in Leknes am Flughafen abgeholt. Der ist sogar noch kleiner als der in Rijeka, Kroatien. Da gab es wenigstens ein Kofferband... In der Propellermaschine gab es vierzig Plätze (ja, ich habe extra gezählt...), von denen aber höchstens zwanzig besetzt waren. Es hat ziemlich geruckelt und vibriert, aber es war gar nicht sooo schlimm. Die Fahrt nach Hause dauerte ungefähr eine halbe Stunde, in der wir getankt haben und das nicht beleuchtete Wikingermuseum im Vorbeifahren gesehen haben. Ihr glaubt gar nicht, wie dunkel es da ist. In einer Kuh könnte es nicht dunkler sein. Wie das bei ner Ziege ist, weiß ich noch nicht.


Es gab Abendessen, bei dem ich einen Teil der Familie kennen gelernt habe. Hilda, meine Gastschwester, ihren Bruder Ketil und dessen Frau Sigrid, die im 7. Monat schwanger ist. Nach dem Abendessen haben alle noch ein bisschen im Wohnzimmer gesessen und fern gesehen.


Dann hat Hilda mir die Ziegen gezeigt. Okay, ich gebe es zu, sie stinken, aber nach ein paar Minuten merkt man das nicht mehr. Ihr besucht mich einfach erst wieder eine Woche, nachdem ich wieder zurück bin, dann geht das schon. Jedenfalls habe ich um halb zwölf nachts die jüngsten zwei Zicklein mit Milch aus der Flasche gefüttert. Die sind gerade mal einen halben Tag alt. Very cute! Allerdings muss ich glaube ich noch etwas üben, bis ich das einigermaßen elegant hin bekomme. Heute Nacht gibt es noch eine Geburt, aber dafür war ich dann doch irgendwann zu müde...


Morgen werde ich mehr berichten, nachdem ich mich hier richtig eingerichtet habe und so. Meine Familie hat auch WLAN, es sieht also gut aus, was Emails und Blog angeht.

6.1.08 12:16


First day...

Tja, Jetzt ist es wieder Abend, ich liege auf meinem Bett und schreibe was. Trotz Dusche habe ich immer noch diesen Ziegengeruch in der Nase. Das ist vielleicht doof (wehe jemand lacht...)

Heute Morgen durfte ich lange schlafen, danach habe ich gefrühstückt und dann war ich bei den Ziegen. Es gibt insgesamt drei goat houses. Das dem Wohnhaus am nächsten beherbergt die großen Ziegen, die morgens und abends gemolken werden. Aber nur die, die schon Kleine haben, sonst geben Ziegen nämlich keine Milch. Außerdem werden hier die Geburten überwacht. Wegen eines Virus (keine Ahnung, wie der heißt) müssen die Zicklein von den Müttern getrennt werden, bevor sie den Boden berühren.

Danach wohnen sie erst kurze Zeit in einem Pappkarton, wo sie trocknen, da werden sie auch das erste Mal gefüttert. Wenn sie sich dann ein wenig erholt haben, kommen sie in das goat house, das auch noch Hendry und Marita gehört. Dort bekommen sie dann zusammen Milch aus einem Eimer mit Zitzen und schlafen in Kartons, weil es da wärmer ist.

Die einjährigen Ziegen wohnen im dritten goat house, was allerdings nur vom Nachbarn angemietet ist. Meine Aufgabe wird es wahrscheinlich sein, mich um die Zicklein zu kümmern, dass sie trinken und so. Wenn sie keine Lust dazu haben, können die auch schon ganz schön störrig sein... Ansonsten wird morgens ausgemistet und gefüttert.

Nachdem die Ziegen versorgt sind, gibt es eine Art zweites Frühstück, dann eine Mittagspause. Entweder muss dann jemand bei den Ziegen sein, wegen einer Geburt, oder es wird Hausarbeit erledigt, oder was auch immer. Es gibt immer was zu tun. Dann ist es auch schon fast Zeit für die einzige warme Mahlzeit des Tages, gegen vier Uhr, zumindest heute. Es gab Fischbällchen mit Pellkartoffeln und Möhrensalat. War ganz gut, ich verhungere hier also nicht.

Gegen sechs Uhr werden die Ziegen ein zweites Mal gemolken, gefüttert, und das war´s dann. Später wird dann nochmal gegessen, Brote, oder worauf man gerade Lust hat. Generell gilt hier, iss, wann immer und was immer du willst.

Außerdem habe ich heute einen Traktor gewaschen. Wie können Scheiben von innen dermaßen schmutzig werden, dass man kaum durchgucken kann? Von außen kann ich das ja noch verstehen, aber von innen?

6.1.08 14:47


Großer Ausreißertag

Heute morgen habe ich nach dem späten Aufstehen gegen halb acht das Nachtneugeborene gefüttert. Es hat nach etwa 250ml, einer halben Flasche schlapp gemacht. Aber die müssen auch erstmal irgendwo hin... Das war´s auch schon fast für den Vormittag. Nur noch Feuerholz holen, damit abends der Ofen angemacht werden kann. Keine Angst, hier gibt es auch Heizungen, aber mit Ofen ist´s halt gemütlicher.


 

Gegen Mittag war es sehr ruhig, weil die anderen alle in der Stadt waren, als ich mit Sigrid von ihrem Spaziergang wieder gekommen bin. Dabei habe ich den See gesehen, in dem im Sommer gefischt wird und man immer was fängt, und in dem wenn´s weiter so kalt ist und schön friert, Eisfischen stattfindet. Und ganz viele (so zehn bestimmt) kleine rote Holzhäuschen, die noch von Hendry renoviert werden, damit dort Touristen untergebracht werden können. Außerdem habe ich festgestellt, dass meiner Gastfamilie fast das ganze Tal gehört, bis auf zwei andere Familien, die dort wohnen.


Nach dem Abendessen (diesmal angebratene Fischbällchen in brauner selbstgemachter Soße, kein Soßenpulver, mit Pellkartoffeln, da werde ich noch Spezialist drin..., und Sauerkraut oder so was ähnlichem) sollte ich die mittlerweile zwei Zicklein füttern, aber als ich da ankam, war nur ein Karton besetzt... Der zweite lag umgekippt auf der Seite und durch den aufgeweichten Boden muss das Zicklein entkommen sein. Also habe ich erstmal alle Türen geschlossen und mich dann auf die Suche gemacht. Weit konnte es nicht gekommen sein. Tatsächlich war es etwa drei Meter weiter im Bad unter dem Waschtisch. Es lag da ziemlich bequem, warm und meckerte mich an. Einfangen ließ es sich dann auch ganz gut.


Der zweite Ausreißer war dann doch etwas zickiger (woher das Wort wohl kommt? Ziegen sind eher clever und hinterlistig...). Diese Ziege ist nämlich beim Melken abgehauen und durch den Stall getürmt. Aber es ist nicht passiert. Viel anstrengender ist es dagegen, jungen Ziegen, die zum ersten Mal gemolken werden sollen, wenn die Babys auf der Welt sind, beizubringen, in den Melkstand zu gehen... Da heißt es dann nicht Mann gegen Maschine, sondern Frau gegen Ziege (nur keine Hintergedanken jetzt.. ). Das werden wir in etwa zwei Wochen mit den Einjährigen haben, das wird ein Spaß. Vermutlich kann ich dann nur mit blauen Flecken und aufgeschürften Händen schreiben. Aber das werden wir noch sehen. Irgendwann kriege ich jede... *diabolisch grins*


PS: Heute bin ich das erste Mal Traktor gefahren. Mitgefahren versteht sich. Ganz cool, aber wohl nicht mein Lieblingsfortbewegungsmittel... Und ich habe eine Windhose über dem See gesehen und einen kleinen gefrorenen Wasserfall. Und der Nachbarsjunge hat sich gewundert, ob ich so was noch nie gesehen hätte...

6.1.08 20:19


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