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13./14.06.2008 Loppemarked II

Ihr habt ja mittlerweile festgestellt (war auch sooo schwierig...), dass ich die Beiträge niemals an genau dem Tag schreibe, von dem sie berichten. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass ab und zu mal ein Beitrag völlig aus meiner Erinnerung verschwindet. Wie zum Beispiel Freitag der 13. Ich weiß noch, dass Hendry morgens irgendwann gefragt hat, ob ich daran glaube, dass dieser Tag ein Unglückstag ist, aber den Rest des Tages habe ich vollkommen verdrängt.



Deshalb geht es gleich weiter mit dem Samstag. Da waren wir in Valberg in der Schule (Valbergskole) auf einem Flohmarkt. Jetzt habe ich zwei und nicht nur ein Bonbonglas und eine Tasse als Souvenir. Nein, ich habe nicht genug Tassen zu Hause... *Schranktür mit Gewalt zuhalt* Und Hendry, der immer behauptet, wir, also Lou, Marita und ich, würden nur Mist und Kram kaufen, den man eh nicht braucht, hat bei der kleinen Auktion, die stattfand, zwei Kristallsektgläser ersteigert. Für viel zu viele 150 NOK, wenn ich mich richtig erinnere. Und Marita hat eine fürchterlich häßliche Blumenvase und zwei Tassen und Unterteller mit Goldrand gekauft bzw. ersteigert. Lou hat so Küchenzeugs aus Messing gekauft. Sieht halt alt aus, aber das wars auch schon, Fällt eindeutig in die Kategorie Staubfänger...


Am Ende haben wir noch gegrilltes Walfleisch gegessen, mit einer sehr leckeren dunklen Soße dazu. Ich will mehr davon. Und Lou und ich haben mit einer Deutschen gesprochen, so um die Dreißig, also nicht unser Alter, die schon seit neun Jahren immer halb und halb in Deutschland und in Norwegen lebt und sehr alternativ ist. Sie will mit ihrer Familie eine alte Farm kaufen und da irgendwas ökologisches machen... sehr seltsam...

26.6.08 09:59


11./12.06.2008 Outbreak

Marita hat Flatbrød gebacken, dass sie am Sonntag bei irgendeinem Event verkaufen wird.


Die Kleinen haben heute morgen nach dem Frühstück gekonnt den Zaun umgerannt. Ok, ich muss dazu sagen, der Zaun war ehrlich gesagt auch völlig stümperhaft aufgestellt. Ich weiß nicht, womit Hendry in dem Zeitraum gedanklich beschäftigt war, der Zaun war es jedenfalls nicht. Also haben Lou und ich den Zaun repariert und dabei fast alle Pfähle neu aufgestellt, den Zaun wieder neu festgenagelt und anschließend die verbleibenden Löcher mit Draht geflickt. Versucht ihr mal, Löcher für Zaunpfähle in einen Boden zu machen, der ursprünglich mal eine Auffahrt zum Heuboden war und deshalb aus festgefahrenem Splitt und darunter auch aus Steinen besteht. Und dann sollen die auch noch so fest darin stehen, dass sie nicht wackeln und ein paar Dutzend Ziegen aushalten. Prost Mahlzeit, Lou und ich haben geflucht... Die Ziegen waren in der Zeit drinnen und haben gemeckert, warum sie nicht draußen sein dürfen.


Der Melkraum wurde geputzt und die Ziegen mehrfach den Berg hoch getrieben. Wenn sie nämlich keine Lust mehr haben oder sich einsam fühlen, laufen sie runter zum Tor, an dem sie dann eingesammelt werden. Aber so bis mindestens vier halb fünf sollten sie eigentlich schon am Berg sein und fressen, sonst wird das mit der Milch nichts.


Das Wetter ist weiter ungemütlich, es gab sogar kurzzeitig Hagel... Ist das zu glauben?



Weil heute Milchmanntag war, war Lou um sage und schreibe halb fünf (!!!) schon im Stall. Ich wurde erst um zwanzig nach fünf von meinem Wecker geweckt und das ist immer noch sehr früh. Abends konnten wir dann wieder an die 2000 l Milch wegkippen. Das ist sooo traurig. In Deutschland sind sie so blöd, selber zu streiken und die Milch zu entsorgen, hier werden die Bauern dazu gezwungen, weil sie ja keine alte Milch liefern können, auch wenn diese gekühlt wird.


Außerdem waren wir in Leknes und Lou und ich haben den mittelalten Traktor von innen gewaschen. Nein, er ist nicht aus Käse, aber der neue ist der ganz Neue, der letztens mit den Hurtigruten kam, der alte ist der, der ungefähr zwanzig ist und der Kleine ist (ist halt kleiner als die beiden Großen) und dann gibt es noch den ganz alten, der ungefähr dreißig ist und schon recht vernachlässigt in der Gegend herum steht. Das ist übrigens der einzige Massey Fergusson, die anderen sind alle John Deere. Die Kleinen sind diesmal auf der anderen Seite aus dem Zaun ausgebrochen, auf der Seite von Torre und Ragnhild, den Nachbarn, bei denen wir Bacalao gegessen haben. Dabei haben Lou und ich festgestellt, dass man erst den ganzen Zaun abmachensollte, bevor man die Pfähle weiter in den Boden schlägt. Sonst hatm man nämlich nachher die untersten Streben des Zaunes auf dem Boden zusammengepresst, das ist nicht intelligent...


Als ich abends gerade mit Melken fertig war und die Maschine vom Tank abgestöpselt habe, kam auf einmal der Große meiner Schafböcke durch die Tür und bæææææhte mich an. Mein Herz ist fast stehen geblieben... Und dann kam auch noch der zweite hinterher. Ich hab so einen Schreck gekriegt. Alleine würde ich die nämlich niemals wieder zurück in ihre Box bekommen, die könnten mich ohne Probleme einfach umrennen. Aber dann kam Hendry hinter ihnen her, der sie auch an einer Leine am Halsband festhielt. Von führen kann keine Rede sein, es war eher ein „wir gehen vor und du kommst schön mit“, was die Schafe veranstaltet haben. Nachdem mein Herz wieder einen einigermaßen gleichmäßigen Rhythmus hatte, bin ich mit der raschelnden (nein, das ist nicht das richtige Wort, aber rasselnd passt auch nicht...) Pelletsschaufel vor den beiden hergelaufen, damit sie dann doch dahin gehen, wo wir wollten, nämlich auf die Weide oberhalb vom Haus. Dort haben sie genug Platz, können fressen und stehen uns nicht im Weg herum. Wenn Hendry den E-Zaun findet, dann kommen auch die Ziegenböcke dahin, aber ohne Elektrozaun geht das gar nicht. So schnell könnten wir gar nicht gucken, wie die da wieder heraus wären.


Noch ein kleiner kulinarischer Tipp, Gomme aufs Brot schmieren, dann ein wenig Kanel drauf und ab in die Mikrowelle. Lecker!

26.6.08 09:58


11./12.06.2008 Outbreak

Marita hat Flatbrød gebacken, dass sie am Sonntag bei irgendeinem Event verkaufen wird.


Die Kleinen haben heute morgen nach dem Frühstück gekonnt den Zaun umgerannt. Ok, ich muss dazu sagen, der Zaun war ehrlich gesagt auch völlig stümperhaft aufgestellt. Ich weiß nicht, womit Hendry in dem Zeitraum gedanklich beschäftigt war, der Zaun war es jedenfalls nicht. Also haben Lou und ich den Zaun repariert und dabei fast alle Pfähle neu aufgestellt, den Zaun wieder neu festgenagelt und anschließend die verbleibenden Löcher mit Draht geflickt. Versucht ihr mal, Löcher für Zaunpfähle in einen Boden zu machen, der ursprünglich mal eine Auffahrt zum Heuboden war und deshalb aus festgefahrenem Splitt und darunter auch aus Steinen besteht. Und dann sollen die auch noch so fest darin stehen, dass sie nicht wackeln und ein paar Dutzend Ziegen aushalten. Prost Mahlzeit, Lou und ich haben geflucht... Die Ziegen waren in der Zeit drinnen und haben gemeckert, warum sie nicht draußen sein dürfen.


Der Melkraum wurde geputzt und die Ziegen mehrfach den Berg hoch getrieben. Wenn sie nämlich keine Lust mehr haben oder sich einsam fühlen, laufen sie runter zum Tor, an dem sie dann eingesammelt werden. Aber so bis mindestens vier halb fünf sollten sie eigentlich schon am Berg sein und fressen, sonst wird das mit der Milch nichts.


Das Wetter ist weiter ungemütlich, es gab sogar kurzzeitig Hagel... Ist das zu glauben?



Weil heute Milchmanntag war, war Lou um sage und schreibe halb fünf (!!!) schon im Stall. Ich wurde erst um zwanzig nach fünf von meinem Wecker geweckt und das ist immer noch sehr früh. Abends konnten wir dann wieder an die 2000 l Milch wegkippen. Das ist sooo traurig. In Deutschland sind sie so blöd, selber zu streiken und die Milch zu entsorgen, hier werden die Bauern dazu gezwungen, weil sie ja keine alte Milch liefern können, auch wenn diese gekühlt wird.


Außerdem waren wir in Leknes und Lou und ich haben den mittelalten Traktor von innen gewaschen. Nein, er ist nicht aus Käse, aber der neue ist der ganz Neue, der letztens mit den Hurtigruten kam, der alte ist der, der ungefähr zwanzig ist und der Kleine ist (ist halt kleiner als die beiden Großen) und dann gibt es noch den ganz alten, der ungefähr dreißig ist und schon recht vernachlässigt in der Gegend herum steht. Das ist übrigens der einzige Massey Fergusson, die anderen sind alle John Deere. Die Kleinen sind diesmal auf der anderen Seite aus dem Zaun ausgebrochen, auf der Seite von Torre und Ragnhild, den Nachbarn, bei denen wir Bacalao gegessen haben. Dabei haben Lou und ich festgestellt, dass man erst den ganzen Zaun abmachensollte, bevor man die Pfähle weiter in den Boden schlägt. Sonst hatm man nämlich nachher die untersten Streben des Zaunes auf dem Boden zusammengepresst, das ist nicht intelligent...


Als ich abends gerade mit Melken fertig war und die Maschine vom Tank abgestöpselt habe, kam auf einmal der Große meiner Schafböcke durch die Tür und bæææææhte mich an. Mein Herz ist fast stehen geblieben... Und dann kam auch noch der zweite hinterher. Ich hab so einen Schreck gekriegt. Alleine würde ich die nämlich niemals wieder zurück in ihre Box bekommen, die könnten mich ohne Probleme einfach umrennen. Aber dann kam Hendry hinter ihnen her, der sie auch an einer Leine am Halsband festhielt. Von führen kann keine Rede sein, es war eher ein „wir gehen vor und du kommst schön mit“, was die Schafe veranstaltet haben. Nachdem mein Herz wieder einen einigermaßen gleichmäßigen Rhythmus hatte, bin ich mit der raschelnden (nein, das ist nicht das richtige Wort, aber rasselnd passt auch nicht...) Pelletsschaufel vor den beiden hergelaufen, damit sie dann doch dahin gehen, wo wir wollten, nämlich auf die Weide oberhalb vom Haus. Dort haben sie genug Platz, können fressen und stehen uns nicht im Weg herum. Wenn Hendry den E-Zaun findet, dann kommen auch die Ziegenböcke dahin, aber ohne Elektrozaun geht das gar nicht. So schnell könnten wir gar nicht gucken, wie die da wieder heraus wären.


Noch ein kleiner kulinarischer Tipp, Gomme aufs Brot schmieren, dann ein wenig Kanel drauf und ab in die Mikrowelle. Lecker!

26.6.08 09:58


10.06.2008 Playing outside

Marita hat heute wieder Brot gebacken. Natürlich macht sie das alle paar Tage, aber ich muss das ja nicht immer erwähnen. Jedenfalls schmeckt frisch gebackenes Brot einfach genial zu Gomme, davon kann ich gar nicht genug bekommen. Ich warte noch darauf, dass ich in einigen Tagen keinen Gomme mehr sehen kann, aber bis dahin kann mich nichts stoppen.


Heute durften auch die kleinen Ziegen das erste Mal raus, allerdings nur in ein umzäuntes Gehege rund ums animal house. Im Moment sind sie noch sehr vorsichtig und trauen sich nicht wirklich raus, und immer schön in der Gruppe stehen ist natürlich ganz wichtig... Aber das wird noch.


Die Großen brauchen im Moment sehr viel Pflege. Lou braucht deshalb ewig viel Zeit beim Melken. Erst werden die Ziegen, wenn sie in der Reihe stehen, vorsichtig gewaschen (natürlich das Euter), das ist schon schwierig, weil sie überall Kratzer von draußen haben und entsprechend empfindlich sind. Dann testen, wie immer. Jetzt mit Bubicreme eincremen (keine Ahnung, wie das Zeug offizielle heißt...), damit das Euter nicht weiter aufplatzt und so beim Melken. Jetzt melken. Das ist ein Balanceakt bei manchen Ziegen. Wie lange kann ich mit der Maschine melken, ohne dass es total viel blutet... ? Der Rest muss dann nämlich von Hand ausgemolken werden, daskostet nochmal zusätzlich Zeit. Wenn dann fertig gemolken ist, wird morgens Sonnencreme dick aufgetragen und abends nochmal Bubicreme. Auch wenn ihr jetzt die Vorstellung von Ziegen mit Sonnencreme sehr lustig findet, es ist nicht lustig, wenn die Haut richtig verbrannt ist (fast unmöglich maschinell zu melken). Der Sonnencremeverbrauch ist also sehr hoch.


Ansonsten ist es heute kalt und ungemütlich. Nicht schön. Ich will Sommer.

26.6.08 09:57


08./09.06.2008 Streik

Heute haben wir alle nicht viel gemacht, völlig erledigt von der Party, war ja auch spät. Also nur in der Sonne gelegen, ein bisschen Gras zusammen gerecht und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen oder so ähnlich. Manuela, die gestern nicht mit auf der Party war, weil sie zu müde war, ist heute nach einem weiteren Terrassenfrühstück wieder weiter gefahren. Aber nett war sie.



Immer noch sind alle ein wenig geschafft von der Party. Jetlag sei Dank. Trotzdem haben wir heute die Ziegen (also nur die virusfreien) das erste Mal rausgelassen. Nach kurzzeitiger Verwirrung sind sie dann aber auch einigermaßen gut mitgekommen. Wir haben sie Richtung Hellosan getrieben, zwischen den beiden Cottages Villa Pompidou und dem auf der anderen Seite der Straße, danach nach links den Berg hoch. Lou und ich sind hinten gegangen, Hendry vorne. Als wir ein wenig nach oben waren, hat er uns zurück geschickt und wir sind hinter der Villa in Deckung gegangen. Er hat dann wohl versucht, den Ziegen zu entkommen, ohne dass sie hinter ihm herlaufen. Das ist gar nicht so einfach, die Viecher haben nämlich noch keinen Anführer und folgen deshalb uns, den Menschen. Wir haben derweil bei Nieselregen am Anhang an der Böschung gehockt und darauf gewartet, dass uns irgendjemand sagt, was wir tun sollen, weil es ist ja nicht nötig, so was vorher kurz zu klären. Naja die Laune war anschließend bei allen etwas im Keller, weil die Ziegen natürlich trotzdem direkt zum Tor gelaufen sind. Aber das wird bestimmt noch.


Abends vor dem Melken dann der richtig unangenehme Teil des Tages. Fast 2000 l Milch entsorgen. Wegen einem Streik bei den Molkereiangestellten (ich glaube, die wollen mehr Rente) wurde heute die Milch nicht abgeholt. Und länger darf sie nicht im Tank bleiben, sonst ist die Qualität nicht mehr gewährleistet und außerdem brauchen wir den Platz. Bei mir wird dafür einfach nur der Stöpsel aus dem Tank gezogen und dann geht die Milch kontrolliert ins Basement. So sind schon mal 1100 l weg. Bei Lou wird die Milch mit Milchkannen (20 l Melkespan) per Hand raus getragen und den Abhang runter gekippt. Das dauert bei fast 900 l ganz schön lange. Anschließend Tank waschen und wieder melken. Da freut man sich doch, wenn die Arbeit von drei Tagen den Bach runter geht, im wahrsten Sinne des Wortes... Ungefähr 100 l konnten wir an die Nachbarn und andere Freunde loswerden. Die haben daraus dann zum Beispiel Gomme gemacht, eine Art braunen Frischkäse. Ich kann das nicht besser erklären, den gibt’s auch nur in Norwegen, aber der schmeckt total gut, vor allem warm. Lecker!

26.6.08 09:57


07.06.2008 Partytime

Nein, diesmal ist es keine Ziegen- sondern eine Menschenparty, aber ich muss früher anfangen.


Tagsüber haben Lou und ich den Rasen gemäht. Lou mit einem kleinen Rasentraktor (echt schildkrötenmäßig langsam...) vor dem Haus die großen Flächen und ich hinter dem Haus mit einem normalen Rasenmäher, der mit Benzin betrieben wird. Hinter dem Haus steigt das Gelänge nämlich recht schnell an und da sind ständig Steine und Blumen und so, da braucht es etwas mehr Feinarbeit. Dabei habe ich dann festgestellt, dass ich niemals mehr als eine handtuchgroße Wiese meinen Garten nennen möchte, jedenfalls was man mähen müsste.


Nachmittags kam dann Manuela angeradelt, die Lou am Flughafen kennengelernt hatte und die Urlaub mit dem Fahrrad in Norwegen macht. Marita hat sie kurzerhand dazu eingeladen, hier zu übernachten und mit uns zu essen. Also haben wir dann zu sechst gegrillt. Sehr lustig. Anschließend war sie mit Lou melken und hat sich genauso angestellt, wie wir am Anfang. Viel zartfühlender und nicht so brutal und durchgreifend, wie wir es jetzt tun. Es könnte den armen Ziegen ja weh tun. Tut es vielleicht auch ein bisschen, aber sonst kommt man hier nicht weiter.


Danach, als wir wieder kamen, waren Hendry und Fritz schon dabei, vorzuglühen. Das hat hier einen anderen Namen, den ich aber wieder vergessen habe. Ich dachte bisher immer, das macht man nur bis höchstens 25, 30 Jahre, danach sollte man vernünftig genug sein... *hust* Jedenfalls waren wie beiden schon recht angetrunken, als wir um elf oder so dann endlich hier weggekommen sind. Aber bevor ihr euch jetzt fragt, warum wir erst so spät losgefahren sind, vorher wäre eh noch nichts losgewesen. Hendry hat für diese Art von Party den Begriff „Prostataclub“ geprägt. Das passte wie die Faust auf Auge... Der Altersdurchschnitt lag bei ungefähr sechzig, die jüngsten dürften so 45, 50 gewesen sein, nach oben offen. Dafür wurde aber recht viel getanzt. Und nicht nur so langsame „wir bewegen uns nicht, weil sonst alle Gelenke knacken“-Sachen. Lou und ich haben also den Schnitt gut gesenkt. Ok, später hat Hendry noch ne betrunkene Schwedin in unserem Alter an unseren Tisch angeschleppt (nicht abgeschleppt, das kommt noch), aber so wirklich der Brüller war die nicht. Am Ende haben wir einen Jungen in unserem Alter gefunden, waren aber nicht schnell genug, ihn abzufangen, der hat vermutlich nur seine völlig weggetretene Verwandtschaft abgeholt.


Jedenfalls hatten wir dann doch verdammt viel Spaß. Ursprünglich wollte Lou fahren und deshalb nichts trinken, gegen die nervtötende Übermacht unserer Tischnachbarinnen kam sie aber nicht an. Dann hatte ich mich überreden lassen, weiterhin nichts zu trinken, damit wir die Kerle nach Hause bringen konnten, aber solche Verbote sind sehr verführerisch. Wir wollten nach Hause laufen, wurde aber von einer seltsamerweise völlig nüchternen Nachbarin mitgenommen. Also nur am nächsten Tag das Auto abholen. Auch gut. Das Ambiente muss ich auch unbedingt erzählen. Es war ja taghell (Mitternachtssonne sei Dank), und der Raum war mit Tischen und Stühlen, sowie einer Bühne für die in den Siebziger Jahren man berühmte Band (hier in der Gegend). Und an diesen Tischen saßen die Leute dann vor ihren Kaffeetassen oder Cola oder so, oder halt Bier, aber nichts Starkes und unterhielten sich. Nach verstohlenen Blickn zur Seite, ob auch niemand gierig guckt, wurde dann immer die Flasche Hochprozentiges aus der Handtasche unter dem Tisch gezogen, in den Kaffee bzw. die Tasse gekippt und dann die Flasche wieder genauso unauffällig unter dem Tisch versteckt. Es könnte ja jemand anders auch was haben wollen. Je weiter der Abend fortschritt, desto weniger wurde das noch durchgehalten... Es war echt herrlich. Und die Leute waren sooo betrunken, das habt ihr noch nicht erlebt, aber alle, Frauen wie Männer, ich könnte nicht sagen, wen es schlimmer erwischt hat.


Achja, Hendry haben wir irgendwann mit einer „Dame“ auf dem Schoß im Flur gefunden und haben dann ganz schnell so getan als ob wir nichts gesehen hätten. Fritz hätte gegen zwei, als die Party wohl offiziell zu Ende war, eine andere fast soweit gehabt , dass sie mit ihm mitgekommen wäre. Aber nur fast. Bis sich die Leute dann alle gegenseitig verabschiedet hatten, dauerte es noch eine Weile, sodass wir erst gegen viertel vor drei wieder zu Hause waren. Und Marita durch zu lautes Türschließen offensichtlich geweckt haben...

26.6.08 09:55


05./06.06.2008 Back in town

Lou ist wieder da! Während ich morgens schon gemolken habe, hat Marita sie in Leknes am Flughafen abgeholt und die Verrückte wollte dann auch direkt melken gehen... Den restlichen Tag über hatsie sich benommen, wie total betrunken. Aber vermutlich ist das immer so, wenn man mehr als 30 Stunden wach ist. In Bodø hat sie nämlich am Flughafen eine andere Deutsche getroffen, die auch die Nacht über warten musste. Nicht auf ein Flugzeug, sondern auf eine Fähre, aber egal. Jedenfalls sind die beiden dann durch das nächtliche Bodø gewandert und haben die Zeit tot geschlagen. Und schlafen wollte sie dann nicht, obwohl Marita sie fast dazu gezwungen hätte. Aber so war es auch sehr lustig.



Heute haben wir, passend zum baldigen Wochenende, super geiles Wetter. Deshalb haben wir dann auch spontan mit den neuen Terrassenmöbeln draußen gefrühstückt. Das ist genial. Abends vor dem Melken haben wir dann zusammen mit Fritz, der bei Annemarie den Grill abgeholt hat, gegrillt. Sehr chillig. Da der Grill jetzt getestet und für gut befunden wurde, wird er ihn Annemarie abkaufen und dann in seinem Cottage aufstellen. Dann kann er von der Terrasse dort im See angeln und die Fische direkt grillen. Wenn das kein Luxus ist...

26.6.08 09:55


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